Golf von Oman: Zwei Rohöl-Tanker stehen im Golf von Oman in Flammen – Berichte über Explosionen

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Nach einem mutmaßlichen Angriff auf zwei Rohöl-Tanker im Golf von Oman soll der norwegische Tanker „Front Altair“ laut einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Irna gesunken sein. Das Schiff, das zur großen norwegischen Reederei „Frontline“ gehört, soll nach drei Explosionen in Brand geraten und anschließend untergegangen sein. Ein Sprecher der Reederei widersprach dem jedoch in einer ersten Stellungnahme. Der Tanker sei noch über Wasser.
Das andere Schiff, die „Kokuka Courageous“ gehört zur deutschen Reedereigruppe Bernhard Schulte Shipmanagement. Es fährt unter der Flagge Panamas. In einer Mitteilung bestätigte die Hamburger Reedereigruppe den Vorfall zwischen 5.00 und 6.00 Uhr Ortszeit am Donnerstagmorgen.
Demnach sei ein Mitarbeiter leicht verletzt worden. Die insgesamt 21 Besatzungsmitglieder seien inzwischen von Bord geholt worden. Das Schiff liege derzeit im Golf von Oman, drohe allerdings nicht zu sinken. Auch die Fracht – Methanol – sei nicht in Gefahr. Das Schiff habe einen Schaden am Rumpf.
Norwegischer Tanker hat 75.000 Tonnen Rohbenzin an Bord
In einem Audio-Mitschnitt ist zu hören, wie offenbar der Kapitän kurz nach dem Vorfall meldet, dass die „Front Altair“ Feuer gefangen habe und möglicherweise von einem Torpedo getroffen wurde. Alle 23 Crew-Mitglieder konnten hier laut iranischer Nachrichtenagentur gerettet werden.
Gemeinsam mit den 21 Besatzungsmitgliedern des anderen Schiffes seien die Geretteten in den iranischen Hafen Bandar-e-Dschask gebracht worden. Die „Front Altair“ hat laut der Nachrichtenagentur Reuters 75.000 Tonnen Rohbenzin geladen. Das Schiff soll ein Leck haben, durch das das Benzin entweicht.
Schiffe der US-Navy zur Unterstützung in der Region
Die Fünfte Flotte der USA hat nach eigenen Angaben Notrufe von zwei mutmaßlich im Golf von Oman angegriffenen Tankern erhalten. Schiffe der US-Navy seien in der Gegend und leisteten Unterstützung, erklärte die Fünfte Flotte am Donnerstag. Im Konflikt mit dem Iran hatten die USA zuletzt ihre Militärpräsenz in der Golfregion verstärkt.
Die Ölpreise steigen in die Höhe.
Der Ölpreis stieg am Donnerstag zu Beginn des europäischen Handels um fast 3%, da die Händler sich nach zwei „Notrufen“ von Tankern, die angeblich von einem „Angriff“ betroffen waren, um die Situation am Golf fürchteten.
Gegen 08:00 Uhr GMT stieg ein Barrel Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee für die Lieferung im August von 1,70 $ (2,83%) auf 61,67 $. Das Barrel WTI für die Lieferung im Juli stieg von 1,38 $ (2,70%) auf 52,52 $.
Ein Angriff bereits am 12. Mai gegen Vier Rohöl-Tanker
Am 12. Mai wurden vier Schiffe – zwei saudi-arabische, ein Emirat und ein norwegischer – für „Sabotage“ vor Fudschaira, einem Mitglied der Vereinigten Arabischen Emirate, angelaufen. Fudschaira ist das einzige Emirat der Föderation an der Küste des Arabischen Meeres, südlich der Straße von Hormuz, durch die die meisten Ölexporte des Golfs gehen. Teheran, das wiederholt damit gedroht hat, diese strategische Meerenge zu schließen, hält diese Handlungen für „alarmierend“.